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Fünf-Punkte-Plan gegen den Hunger

Ernten nachhaltig steigern und so einen Beitrag für eine ausreichende und gesunde Ernährung der Menschen leisten: Das ist das Ziel der „Neuen Revolution in der Landwirtschaft“, die Bayer CropScience gemeinsam mit Partnern vorantreiben will. Schon in den 1960er Jahren gab es eine „Grüne Revolution“ in der Agrarwirtschaft. Damals wurden so die Produktivitätssteigerungen bezeichnet, die z.B. durch verbesserte Sorten und gezielten Pflanzenschutz möglich geworden waren. Heute sind die Herausforderungen möglicherweise noch komplexer als 1960. Deshalb ist eine Neue Revolution in der Landwirtschaft dringend erforderlich: mit noch stärkerem Fokus auf eine umweltfreundlichere und nachhaltigere Entwicklung.

Vor der Presse in Berlin (v.r.): Liam Condon, Bill Gates und Dirk Niebel.Zoom image
Vor der Presse in Berlin (v.r.): Liam Condon, Bill Gates und Dirk Niebel.

„Unser Planet hat seine ökologischen Grenzen erreicht. Daher müssen wir dringend neue Ideen und Antworten finden – und wir müssen das verfügbare Land besser bewirtschaften“, sagte Liam Condon, Vorstandsvorsitzender von Bayer CropScience, auf dem Global Forum for Food and Agriculture in Berlin. Dabei gehe es darum, die Auswirkungen der Landwirtschaft auf Umwelt und Klima zu minimieren. Gleichzeitig müssten die bestehenden Flächen effizient bewirtschaftet werden, um den Herausforderungen der Zukunft begegnen zu können.

Zur Förderung einer „Neuen Revolution in der Landwirtschaft“ stellte Condon einen Fünf-Punkte-Plan vor.
1. Gezielte Investitionen in agrarwirtschaftliche Innovationen: Bayer CropScience investiert von 2011 bis 2016 fünf Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung. Dabei geht es nicht nur um die Erforschung neuer chemischer Ansätze, sondern zum Beispiel auch um biologischen Pflanzenschutz oder stresstolerantes Saatgut.
2. Das Bestreben, Landwirte weltweit durch den Zugang zu Technologien und Know-how zu stärken: Mit dem „Model Village Project“ unterstützt das Unternehmen zum Beispiel Farmer in Indien dabei, selbstständige und unabhängige Unternehmer zu werden, und hilft damit gleichzeitig, die Lebensbedingungen in den Dörfern zu verbessern.
3. Den nachhaltigen Ausbau der Agrarproduktivität: Für den Reisanbau hat Bayer CropScience eine Methode entwickelt, die deutlich weniger Wasser benötigt als der herkömmliche Anbau. Solche Lösungen verringern den Wasserverbrauch und den Methanausstoß – und schonen die Umwelt.
4. Die Förderung der Gesundheit der Menschen: „Ein Drittel der Kinder weltweit kann sich aufgrund von Mangelernährung nicht voll entwickeln“, so Condon. Durch die Erhöhung des Gehalts an Nährstoffen wie Zink, Eisen und Jod könnte der Nährwert von Pflanzen für die Ernährung verbessert werden.
5. Den Ausbau der internationalen Zusammenarbeit zwischen politischen und Wirtschaftsakteuren: Neben Forschungen und Entwicklung neuer Produkte will Bayer gemeinsam mit Partnern daran arbeiten, Herausforderungen wie Bildungsmangel, schlechte Infrastruktur oder unsichere rechtliche Rahmenbedingungen anzugehen. Auf einer Pressekonferenz kündigten Condon, der deutsche Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel und Microsoft-Gründer Bill Gates Kooperationen für mehr Ernährungssicherheit an.

Letzte Änderung: 29. April 2013  Copyright © Bayer AG
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