Abschluss

Erläuterungen zum verkürzten Konzern­zwischenabschluss zum 31. März 2013

Grundlagen und Methoden

Der Zwischenabschluss zum 31. März 2013 ist gemäß § 37x Abs. 3 WpHG und in Übereinstimmung mit den Vorschriften des IAS 34 in verkürzter Form nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen und von der Europäischen Union anerkannten International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board, London, sowie den Interpretationen des IFRS Interpretations Committee erstellt worden.

Die Erläuterungen im Anhang des Konzernabschlusses 2012 gelten – mit Ausnahme der im laufenden Geschäftsjahr erstmals angewendeten Rechnungslegungsvorschriften und Änderungen von Bilanzierungsmethoden – insbesondere im Hinblick auf die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechend.

Im laufenden Geschäftsjahr erstmals angewendete Rechnungslegungsvorschriften und Änderungen von Bilanzierungsmethoden

Die folgenden neuen Rechnungslegungsvorschriften hatten keinen bzw. keinen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage oder auf das Ergebnis je Aktie.

IFRS 10 (Consolidated Financial Statements) regelt die Aufstellung und Darstellung von Konzernabschlüssen und ersetzt dabei die entsprechenden Regelungen aus IAS 27 (Consolidated and Separate Financial Statements) und SIC-12 (Consolidation – Special Purpose Entities). Der Standard gibt ein für sämtliche Unternehmensformen einheitlich anzuwendendes Beherrschungskonzept vor, welches die Basis zur Abgrenzung des Vollkonsolidierungskreises bildet. Der Bayer-Konzern beherrscht andere Unternehmen, sofern er variablen Rückflüssen aus der Beziehung zu diesen Unternehmen ausgesetzt ist und mittels seiner Entscheidungsgewalt (Power) die Möglichkeit zur Beeinflussung dieser Rückflüsse hat. Die Erstanwendung von IFRS 10 erfolgte rückwirkend unter Beachtung der Übergangsvorschriften.

Durch IFRS 12 (Disclosure of Interests in Other Entities) sind die Vorschriften zu Anhangangaben im Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen sowie zu gemeinschaftlichen Vereinbarungen und nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen neu geregelt worden. Keine dieser Regelungen ist in verkürzten Zwischenabschlüssen anwendbar, es sei denn, wesentliche Umstände führen zu einer Angabepflicht. Im verkürzten Zwischenabschluss wurden entsprechende Anhangangaben nicht vorgenommen.

Der überarbeitete IAS 27 (Separate Financial Statements) regelt nun ausschließlich die Bilanzierung von Anteilen an Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen im IFRS-Einzelabschluss.

IFRS 13 (Fair Value Measurement) gibt eine einheitliche Definition sowie Grundsätze zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes vor. Der beizulegende Zeitwert wird nunmehr als Preis definiert, der beim Verkauf eines Vermögenswerts zu erzielen oder bei Übertragung einer Schuld zu zahlen wäre. Darüber hinaus erfordert IFRS 13 spezifische Anhangangaben für zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Bestimmte Anhangangaben zu beizulegenden Zeitwerten von zu fortgeführten Anschaffungskosten sowie zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumenten sind gemäß IAS 34 erstmalig auch für Zwischenabschlüsse notwendig. Die Erstanwendung des IFRS 13 wurde prospektiv vorgenommen.

IFRS 7 (Financial Instruments: Disclosures – Offsetting Financial Assets and Financial Liabilities (Amendments to IFRS 7)) verpflichtet, Brutto- und Nettobeträge aus der bilanziellen Saldierung sowie andere bestehende Saldierungsrechte, die nicht die bilanziellen Saldierungskriterien erfüllen, tabellarisch darzustellen, soweit nicht eine andere Darstellungsform angemessener ist. Die Ergänzungen sind rückwirkend anzuwenden. Diese Regelung ist nicht in verkürzten Zwischenabschlüssen anwendbar, es sei denn, wesentliche Umstände führen zu einer Angabepflicht. Im verkürzten Zwischenabschluss wurden entsprechende Anhangangaben nicht vorgenommen.

Gemäß den im Juni 2011 veröffentlichten Änderungen an IAS 1 (Presentation of Financial Statements) erfolgt erstmals innerhalb des „Other Comprehensive Income“ eine separate Darstellung der zukünftig nicht ergebniswirksam umzubuchenden Beträge und derjenigen, die zukünftig ergebniswirksam in die Gewinn- und Verlustrechnung umzubuchen wären.

Darüber hinaus hatte die erstmalige Anwendung folgender Rechnungslegungsvorschriften eine wesentliche Bedeutung, sodass zum 1. Januar 2013 die Vorjahreszahlen entsprechend angepasst wurden.

IAS 19 Employee Benefits (Revised 2011), nachfolgend IAS 19R, beinhaltet geänderte Bilanzierungsvorschriften für leistungsorientierte Altersversorgungspläne und für Abfindungsvereinbarungen. IAS 19R verlangt in Änderung der bisherigen Anwendung die sofortige ergebniswirksame Berücksichtigung eines nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwands. Ferner wird zukünftig ein Nettozinsaufwand auf Basis der Netto-Altersversorgungsverpflichtung unter Anwendung eines Abzinsungssatzes für qualitativ hochwertige Unternehmensanleihen erfolgswirksam erfasst. Bewertungseffekte aufgrund versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste sowie Effekte aus der Berücksichtigung der Ansatzobergrenze für Planvermögen werden erfolgsneutral in der Gesamtergebnisrechnung berücksichtigt. Der Nettozinsaufwand wird weiterhin im Finanzergebnis erfasst.

IAS 19R regelt ferner, dass Abfindungsleistungen, die noch in zukünftigen Perioden erdient werden müssen, über die jeweilige Dienstzeit aufwandswirksam zu erfassen sind. Diese Änderung führte zu einer geänderten Bilanzierung für die Aufstockungsleistungen im Rahmen von Altersteilzeitvereinbarungen in Deutschland. Bisher wurden Rückstellungen im Zeitpunkt des Altersteilzeitangebots bzw. des Abschlusses der Altersteilzeitvereinbarung gebildet, auch wenn zukünftig vom Arbeitnehmer noch Leistungen zu erbringen waren.

Der Bayer-Konzern wendet IAS 19R rückwirkend an. Die Bilanzwerte zum 1. Januar 2012, die Gewinn- und Verlustrechnung und die Gesamtergebnisrechnung für das 1. Quartal 2012 wurden aufgrund der geänderten Bilanzierung des nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwands, der Aufwendungen aus Abfindungsvereinbarungen und der erstmaligen Anwendung der Netto-Zinsmethode auf die Netto-Altersversorgungsverpflichtung angepasst. Die deutschen Versorgungsverpflichtungen aus anderen Versorgungszusagen (insbesondere aus Vor- und Frühruhestandszusagen) wurden aufgrund der klarstellenden Hinweise in IAS 19R aus den Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen in die sonstigen Rückstellungen zu Abfindungsverpflichtungen umgegliedert.

Latente Steuern wurden bei der rückwirkenden Anpassung an IAS 19R berücksichtigt.

IFRS 11 (Joint Arrangements) regelt die Bilanzierung von gemeinschaftlichen Vereinbarungen und ersetzt die entsprechenden Regelungen des IAS 31 (Interests in Joint Ventures) sowie SIC-13 (Jointly Controlled Entities – Non-Monetary Contributions by Venturers). Eine gemeinschaftliche Vereinbarung im Sinne des IFRS 11 liegt vor, wenn der Bayer-Konzern auf Grundlage einer vertraglichen Vereinbarung die zusammen mit einem Dritten geführten Aktivitäten gemeinschaftlich beherrscht. Der Tatbestand der gemeinschaftlichen Beherrschung ist dabei nur gegeben, sofern Entscheidungen über die gemeinschaftlich geführten Aktivitäten die Einstimmigkeit der beteiligten Parteien erfordern. Gemeinschaftliche Vereinbarungen lassen sich in gemeinschaftliche Tätigkeiten (Joint Operations) und Gemeinschaftsunternehmen (Joint Ventures) unterscheiden. Vermögenswerte und Schulden sowie Erlöse und Aufwendungen aus gemeinschaftlichen Tätigkeiten werden anteilig, entsprechend den Rechten und Pflichten des Bayer-Konzerns in den Konzernabschluss einbezogen. Der Anteil an einem Gemeinschaftsunternehmen wird unter Berücksichtigung der Regelungen des geänderten IAS 28 (Investments in Associates and Joint Ventures) gemäß der Equity-Methode bilanziert. IFRS 11 wurde rückwirkend unter Beachtung der Übergangsvorschriften angewendet.

Aufgrund der erstmaligen Anwendung von IFRS 11 wird das bisher nach der Equity-Methode bilanzierte Unternehmen Lyondell Bayer Manufacturing Maasvlakte VOF, Niederlande, als gemeinschaftliche Tätigkeit bilanziert und demnach anteilig gemäß den entsprechenden Rechten und Pflichten des Bayer-Konzerns in den Konzernabschluss einbezogen. Der im Rahmen der Umgliederung entstandene Unterschiedsbetrag zwischen dem bisher bilanzierten Equity-Buchwert und den anteiligen Netto-Vermögenswerten in Höhe von 15 Mio € wurde als Verminderung der sonstigen Rücklagen berücksichtigt.

Die bisher quotal einbezogenen Gemeinschaftsunternehmen Bayer IMSA, S.A. de C.V., Mexiko, sowie Bayer Zydus Pharma Private Limited, Indien, werden gemäß IFRS 11 nun mittels der Equity-Methode bilanziert.

Der Anteil an der Baulé S.A.S., Frankreich, wurde für das 1. Quartal 2012 rückwirkend nach der Equity-Methode einbezogen. Vor Anwendung von IFRS 11 wurde die Baulé S.A.S. quotal konsolidiert. Zum 31. März 2012 erfolgte die vollständige Übernahme der Gesellschaft durch den Erwerb der restlichen Anteile. Seit diesem Zeitpunkt wird die Gesellschaft vollkonsolidiert.

Umstellung des Ausweises der langfristigen aktienbasierten Vergütung

Die folgende Änderung der Bilanzierungsmethoden zum 1. Januar 2013 hatte einen Einfluss auf die Segmentberichterstattung.

Zur Steigerung der Transparenz und Aussagekraft der Segmentberichterstattung sowie zur Verbesserung von Planungs- und Steuerungsprozessen hat Bayer im Geschäftsjahr 2013 die Zuordnung der aktienbasierten Vergütung (LTI – Long Term Incentive) zu Segmenten angepasst. Danach wird den einzelnen operativen Segmenten jeweils ein normalisierter LTI-Aufwand auf Basis einer Zielerreichung von 100 % zugerechnet. Mehr- oder Minderaufwendungen aus einer höheren oder niedrigeren Performance der Bayer-Aktie werden nicht mehr den operativen Segmenten, sondern der Überleitung (Corporate Center und Konsolidierung) zugewiesen. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst.

LTI-Bilanzierungsänderung[Tabelle 28]
  1. Quartal 2. Quartal 3. Quartal 4. Quartal 2012
  in Mio € in Mio € in Mio € in Mio € in Mio €
EBIT/EBITDA          
Pharma -1 1 21 12 33
Consumer Health 14 9 23
CropScience 3 1 8 4 16
MaterialScience 1 5 4 10
Alle sonstigen Segmente 1 1 4 3 9
Corporate Center und Konsolidierung -4 -3 -52 -32 -91
Konzern

Die Effekte der im laufenden Geschäftsjahr erstmals angewendeten neuen Rechnungslegungsvorschriften und sonstigen Änderungen von Bilanzierungsmethoden in Bezug auf die Vergleichsperiode bzw. die Vergleichsstichtage können den Tabellen 29 bis 35 entnommen werden.

Bilanzierungsänderungen Gewinn- und Verlustrechnung Bayer-Konzern zum 1. Quartal 2012

Bilanzierungsänderungen Gewinn- und Verlustrechnung (Vorjahr)[Tabelle 29]
  1. Quartal 2012
 



vor
Bilanzierungs-
änderungen
Bilanzierungsänderungen



nach
Bilanzierungs-
änderungen
 

IAS 19R
(2011)
IFRS 11
  Wechsel zu
anteiliger
Einbeziehung
Wechsel zur
Equity-
Methode
  in Mio € in Mio € in Mio € in Mio € in Mio €
Umsatzerlöse 10.056 -2 10.054
Herstellungskosten -4.750 -6 1 -4.755
Bruttoergebnis vom Umsatz 5.306 -6 -1 5.299
           
Vertriebskosten -2.297 2 -2.295
Sonstige betriebliche Aufwendungen -390 -2 1 -391
EBIT* 1.637 -2 -6 2 1.631
           
Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen -12 8 -2 -6
Finanzielle Aufwendungen -276 -17 -293
Finanzergebnis -177 -17 8 -2 -188
           
Ergebnis vor Ertragsteuern 1.460 -19 2 1.443
           
Ertragsteuern -409 8 -1 -402
           
Ergebnis nach Steuern 1.051 -11 2 -1 1.041
davon auf die Aktionäre der Bayer AG entfallend
(Konzernergebnis)

1.050

-11

2

-1

1.040
* EBIT: Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern

Bilanzierungsänderungen Gesamtergebnisrechnung Bayer-Konzern zum 1. Quartal 2012

Bilanzierungsänderungen Gesamtergebnisrechnung (Vorjahr)[Tabelle 30]
  1. Quartal 2012
 



vor
Bilanzierungs-
änderungen
Bilanzierungsänderungen



nach
Bilanzierungs-
änderungen
 

IAS 19R
(2011)
IFRS 11
  Wechsel zu
anteiliger
Einbeziehung
Wechsel zur
Equity-
Methode
  in Mio € in Mio € in Mio € in Mio € in Mio €
Ergebnis nach Steuern 1.051 -11 2 -1 1.041
davon auf die Aktionäre der Bayer AG entfallend 1.050 -11 2 -1 1.040
           
Veränderung der versicherungsmathe-
matischen Gewinne (+)/Verluste (–) aus leistungsorientierten Pensionszusagen und anderen Leistungszusagen sowie Effekte aus der Berücksichtigung der Obergrenze für Vermögenswerte



-375



17









-358
Ertragsteuern 98 -7 91
Veränderung des im Eigenkapital erfassten Betrags (Versicherungsmathe-
matische Gewinne (+)/Verluste (–), Berücksichtigung der Obergrenze für Vermögenswerte)


-277


10






-267
           
Summe der im Eigenkapital erfassten Wertänderungen, die anschließend nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden

-277


10






-267
           
Veränderung des Ausgleichspostens aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochtergesellschaften
-11



-1

-12
Veränderung des im Eigenkapital erfassten Betrags (Währungsumrechnung)
-11



-1

-12
           
Summe der im Eigenkapital erfassten Wertänderungen, die anschließend in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden, sofern bestimmte Bedingungen erfüllt sind


23









-1



22
           
Summe der im Eigenkapital erfassten Wertänderungen -256 10 -1 -247
davon auf die Aktionäre der Bayer AG entfallend -256 10 -1 -247
           
Summe aus Ergebnis nach Steuern und der im Eigenkapital erfassten Wertänderungen
795

-1

2

-2

794
davon auf die Aktionäre der Bayer AG entfallend 794 -1 2 -2 793

Bilanzierungsänderungen Bilanz Bayer-Konzern zum 01.01.2012

Bilanzierungsänderungen Bilanz zum 01.01.2012[Tabelle 31]
  01.01.2012
 



vor
Bilanzierungs-
änderungen
Bilanzierungsänderungen



nach
Bilanzierungs-
änderungen
 

IAS 19R
(2011)
IFRS 11
  Wechsel zu
anteiliger
Einbeziehung
Wechsel zur Equity-
Methode
  in Mio € in Mio € in Mio € in Mio € in Mio €
Langfristige Vermögenswerte          
Geschäfts- oder Firmenwerte 9.160 -12 9.148
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 10.295 -11 10.284
Sachanlagen 9.823 66 -2 9.887
Anteile an at-equity bewerteten Beteiligungen 319 -89 35 265
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 1.364 -17 1 1.348
Latente Steuern 1.311 1 1.312
  32.697 1 -40 11 32.669
Kurzfristige Vermögenswerte          
Vorräte 6.368 9 -7 6.370
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.061 -1 7.060
Sonstige Forderungen 1.628 6 2 1.636
Ertragsteuererstattungs-
ansprüche
373 -1 372
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1.770 4 -3 1.771
  20.068 19 -10 20.077
           
Gesamtvermögen 52.765 1 -21 1 52.746
           
Eigenkapital          
Sonstige Rücklagen 10.928 3 -23 4 10.912
Aktionären der Bayer AG zurechenbarer Anteil
am Eigenkapital

19.212

3

-23

4

19.196
  19.271 3 -23 4 19.255
           
Langfristiges Fremdkapital          
Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen 7.870 -83 7.787
Andere Rückstellungen 1.649 78 -1 1.726
Latente Steuern 2.116 3 -3 2.116
  20.104 -2 -3 -1 20.098
Kurzfristiges Fremdkapital          
Andere Rückstellungen 4.218 -1 4.217
Finanzverbindlichkeiten 3.684 -1 3.683
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.779 7 -1 3.785
Sonstige Verbindlichkeiten 1.630 -2 1 1.629
  13.390 5 -2 13.393
           
Gesamtkapital 52.765 1 -21 1 52.746

Bilanzierungsänderungen Bilanz Bayer-Konzern zum 31.03.2012

Bilanzierungsänderungen Bilanz zum 31.03.2012[Tabelle 32]
  31.03.2012
 



vor
Bilanzierungs-
änderungen
Bilanzierungsänderungen



nach
Bilanzierungs-
änderungen
 

IAS 19R
(2011)
IFRS 11
  Wechsel zu
anteiliger
Einbeziehung
Wechsel zur
Equity-
Methode
  in Mio € in Mio € in Mio € in Mio € in Mio €
Langfristige Vermögenswerte          
Sachanlagen 9.530 59 -2 9.587
Anteile an at-equity bewerteten Beteiligungen 306 -85 3 224
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 1.371 -17 1 1.355
Latente Steuern 1.304 1 -1 1.304
  31.973 1 -43 1 31.932
Kurzfristige Vermögenswerte          
Vorräte 6.545 13 -4 6.554
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.737 35 4 8.776
Sonstige Forderungen 1.903 6 -3 1.906
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1.306 -29 -1 1.276
  22.343 25 -4 22.364
           
Gesamtvermögen 54.316 1 -18 -3 54.296
           
Eigenkapital          
Sonstige Rücklagen 11.722 2 -21 2 11.705
Aktionären der Bayer AG zurechenbarer Anteil
am Eigenkapital

20.006

2

-21

2

19.989
  20.065 2 -21 2 20.048
           
Langfristiges Fremdkapital          
Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen 8.135 -76 8.059
Andere Rückstellungen 1.775 73 1.848
Latente Steuern 1.850 2 -3 1.849
  20.109 -1 -3 20.105
Kurzfristiges Fremdkapital          
Finanzverbindlichkeiten 3.713 -1 3.712
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.452 6 -2 3.456
Sonstige Verbindlichkeiten 1.712 -2 1.710
  14.142 6 -5 14.143
           
Gesamtkapital 54.316 1 -18 -3 54.296

Bilanzierungsänderungen Bilanz Bayer-Konzern zum 31.12.2012

Bilanzierungsänderungen Bilanz zum 31.12.2012[Tabelle 33]
  31.12.2012
 



vor
Bilanzierungs-
änderungen
Bilanzierungsänderungen



nach
Bilanzierungs-
änderungen
 

IAS 19R
(2011)
IFRS 11
  Wechsel zu
anteiliger
Einbeziehung
Wechsel zur
Equity-
Methode
  in Mio € in Mio € in Mio € in Mio € in Mio €
Langfristige Vermögenswerte          
Sachanlagen 9.863 37 -2 9.898
Anteile an at-equity bewerteten Beteiligungen 284 -63 4 225
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 1.324 -17 1 1.308
Latente Steuern 1.581 -1 -1 1.579
  32.350 -1 -43 2 32.308
Kurzfristige Vermögenswerte          
Vorräte 6.980 14 -3 6.991
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.431 2 7.433
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 856 1 857
Sonstige Forderungen 1.648 8 -1 1.655
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1.695 5 -2 1.698
  18.986 27 -3 19.010
           
Gesamtvermögen 51.336 -1 -16 -1 51.318
           
Eigenkapital          
Sonstige Rücklagen 10.185 1 -21 2 10.167
Aktionären der Bayer AG zurechenbarer Anteil
am Eigenkapital

18.469

1

-21

2

18.451
  18.569 1 -21 2 18.551
           
Langfristiges Fremdkapital          
Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen 9.373 -127 9.246
Andere Rückstellungen 1.986 125 2.111
Latente Steuern 938 -3 935
  19.668 -2 -3 19.663
Kurzfristiges Fremdkapital          
Finanzverbindlichkeiten 2.570 -2 2.568
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.295 11 -1 4.305
Sonstige Verbindlichkeiten 1.318 -3 1.315
  13.099 8 -3 13.104
           
Gesamtkapital 51.336 -1 -16 -1 51.318

Bilanzierungsänderungen Kapitalflussrechnung Bayer-Konzern zum 1. Quartal 2012

Bilanzierungsänderungen Kapitalflussrechnung (Vorjahr)[Tabelle 34]
  1. Quartal 2012
 



vor
Bilanzierungs-
änderungen
Bilanzierungsänderungen



nach
Bilanzierungs-
änderungen
 

IAS 19R
(2011)
IFRS 11
  Wechsel zu
anteiliger
Einbeziehung
Wechsel zur
Equity-
Methode
  in Mio € in Mio € in Mio € in Mio € in Mio €
Ergebnis nach Steuern 1.051 -11 2 -1 1.041
Ertragsteuern 409 -8 1 402
Finanzergebnis 177 17 -8 2 188
Abschreibungen auf Sachanlagen und
immaterielle Vermögenswerte

740


7


747
Veränderung Pensionsrückstellungen -130 4 -126
Brutto-Cashflow 1.595 2 1 2 1.600
         
Zu-/Abnahme Vorräte -205 -4 -209
Zu-/Abnahme Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -1.768 -35 -5 -1.808
Zu-/Abnahme Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen

-269



6

-263
Veränderung übriges Nettovermögen/
Sonstige nicht zahlungswirksame Vorgänge

918

-2

1


917
Zu-/Abfluss aus operativer Geschäftstätigkeit
(Netto-Cashflow)

271


-37

3

237
           
Einnahmen aus dem Verkauf von Sachanlagen und
anderen Vermögenswerten

22


1


23
Einnahmen/Ausgaben aus langfristigen
finanziellen Vermögenswerten

-117


4


-113
Einnahmen/Ausgaben aus kurzfristigen
finanziellen Vermögenswerten

-542


-1


-543
Zu-/Abfluss aus investiver Tätigkeit -897 4 -893
           
Zahlungswirksame Veränderung aus Geschäftstätigkeit -466 -33 3 -496
           
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
am Periodenanfang

1.770



-3

1.767
           
Veränderung aus Wechselkursänderungen 2 4 -1 5
           
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
am Periodenende

1.306


-29

-1

1.276

Bilanzierungsänderungen wesentlicher Segmentinformationen zum 1. Quartal 2012

Bilanzierungsänderungen wesentlicher Kennzahlen nach Segmenten (Vorjahr)[Tabelle 35]
  1. Quartal 2012
 




vor
Bilanzierungs-
änderungen
Bilanzierungsänderungen




nach
Bilanzierungs-
änderungen
 



IAS 19R
(2011)
IFRS 11




LTI
 
Wechsel zu
anteiliger
Einbeziehung
Wechsel zur
Equity-
Methode
  in Mio € in Mio € in Mio € in Mio € in Mio € in Mio €
Umsatzerlöse 10.056 -2 10.054
Pharma 2.517 2.517
Consumer Health 1.825 -1 1.824
CropScience 2.610 2.610
MaterialScience 2.788 -1 2.787
Alle sonstigen Segmente 315 315
Corporate Center und Konsolidierung 1 1
             
EBIT 1.637 -2 -6 2 1.631
Pharma 505 -1 2 -1 505
Consumer Health 236 236
CropScience 851 3 854
MaterialScience 127 -1 -6 1 121
Alle sonstigen Segmente -20 1 -19
Corporate Center und Konsolidierung -62 -4 -66
           
EBITDA 2.377 -2 1 2 2.378
Pharma 725 -1 2 -1 725
Consumer Health 439 439
CropScience 972 3 975
MaterialScience 278 -1 1 1 279
Alle sonstigen Segmente 24 1 25
Corporate Center und Konsolidierung -61 -4 -65

Änderungen zugrunde liegender Parameter

Änderungen in den zugrunde liegenden Parametern beziehen sich vor allem auf die Wechselkurse sowie auf die Zinssätze für die Ermittlung der Pensionsverpflichtungen.

Die Wechselkurse wichtiger Währungen zum Euro ergeben sich wie folgt:

Wechselkurse wichtiger Währungen[Tabelle 36]
    Stichtagskurs Durchschnittskurs
1 € /  
31.12.2012

31.03.2012

31.03.2013
1. Quartal
2012
1. Quartal
2013
ARS Argentinien 6,48 5,83 6,56 5,68 6,61
BRL Brasilien 2,69 2,45 2,59 2,32 2,64
CAD Kanada 1,31 1,33 1,30 1,31 1,33
CHF Schweiz 1,21 1,20 1,22 1,21 1,23
CNY China 8,22 8,41 7,96 8,26 8,22
GBP Großbritannien 0,82 0,83 0,85 0,83 0,85
JPY Japan 113,61 109,56 120,87 103,67 121,42
MXN Mexiko 17,18 17,02 15,81 17,03 16,71
USD USA 1,32 1,34 1,28 1,31 1,32

Für die Ermittlung des Barwerts der Pensionsverpflichtungen wurden folgende wesentliche Abzinsungssätze zugrunde gelegt:

Abzinsungssatz Pensionsverpflichtungen[Tabelle 37]
  31.12.2012 31.03.2012 31.03.2013
  in % in % in %
Deutschland 3,20 4,10 3,10
Großbritannien 4,40 4,65 4,35
USA 3,60 4,30 3,80

Erläuterungen zur Segmentberichterstattung

Die nachfolgende Tabelle enthält die Überleitungsrechnung des EBIT der Segmente zum Ergebnis vor Ertragsteuern des Konzerns:

Überleitung vom EBITDA vor Sondereinflüssen der Segmente zum Ergebnis
vor Ertragsteuern des Konzerns[Tabelle 38]
  1. Quartal
2012
1. Quartal
2013
  in Mio € in Mio €
EBITDA vor Sondereinflüssen der Segmente 2.508 2.584
EBITDA vor Sondereinflüssen Corporate Center -65 -131
EBITDA vor Sondereinflüssen 2.443 2.453
Abschreibungen vor Sondereinflüssen der Segmente -642 -636
Abschreibungen vor Sondereinflüssen Corporate Center -1 -1
Abschreibungen vor Sondereinflüssen -643 -637
EBIT vor Sondereinflüssen der Segmente 1.866 1.948
EBIT vor Sondereinflüssen Corporate Center -66 -132
EBIT vor Sondereinflüssen 1.800 1.816
Sondereinflüsse der Segmente -169 -45
Sondereinflüsse Corporate Center
Sondereinflüsse -169 -45
EBIT der Segmente 1.697 1.903
EBIT Corporate Center -66 -132
EBIT 1.631 1.771
Finanzergebnis -188 -190
Ergebnis vor Ertragsteuern 1.443 1.581
Vorjahreswerte angepasst

Konsolidierungskreis

Entwicklung des Konsolidierungskreises

Zum 31. März 2013 wurden insgesamt 288 Gesellschaften voll- oder anteilsmäßig konsolidiert (31. Dezember 2012: 291 Gesellschaften). Zwei Unternehmen mit gemeinschaftlicher Tätigkeit wurden entsprechend IFRS 11 (Joint Arrangements) anteilsmäßig konsolidiert. Ferner sind drei Gemeinschaftsunternehmen und zwei assoziierte Unternehmen im Konzernabschluss nach der Equity-Methode gemäß IAS 28 (Investments in Associates and Joint Ventures) berücksichtigt worden (31. Dezember 2012: vier assoziierte Unternehmen).

Akquisitionen und Desinvestitionen

Akquisitionen

Am 2. Januar 2013 hat HealthCare in den USA Teva Animal Health Inc. übernommen. Mit der Akquisition verstärkt HealthCare sein Produktangebot im Bereich Antiinfektiva-Lösungen für das Nutztier-Geschäft und erweitert sein bestehendes Produktportfolio um Fortpflanzungshormone. Zusätzlich baut das Unternehmen sein Portfolio durch dermatologische Produkte im Bereich Haustiere, Wellness-Produkte für Tiere sowie Nutrazeutika aus. Es wurden eine vorläufige Einmalzahlung in Höhe von 40 Mio € sowie potenzielle Meilensteinzahlungen vereinbart, die in Höhe von 46 Mio € in der Kaufpreisallokation berücksichtigt wurden. Die Meilensteinzahlungen hängen im Wesentlichen vom Erreichen verschiedener Umsatzziele sowie Produktzulassungen ab. Der Kaufpreis entfiel im Wesentlichen auf Produktmarken.

Am 18. Januar 2013 erwarb CropScience die Prophyta Biologischer Pflanzenschutz GmbH, einen führenden Anbieter biologischer Pflanzenschutzmittel mit Sitz in Malchow auf der Insel Poel, Mecklenburg-Vorpommern. Neben Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen umfasst die Übernahme auch hochmoderne Produktionsstätten und Formulierungsanlagen in Wismar. Die Akquisition ergänzt das Portfolio von CropScience und trägt dazu bei, eine führende Angebotspalette integrierter Kulturlösungen aufzubauen. Es wurde eine vorläufige Einmalzahlung in Höhe von 25 Mio € vereinbart. Der Kaufpreis entfiel im Wesentlichen auf Technologien, Forschungs- und Entwicklungsprojekte sowie einen Geschäfts- oder Firmenwert. Darüber hinaus wurden zwei in Verbindung stehende Vertriebsrechte in Höhe von 5 Mio € erworben.

Am 15. März 2013 hat CropScience die Übernahme von Wehrtec Ltda, einem Hersteller von Sojasaatgut, und dem Soja-Geschäft von Agricola Wehrmann Ltda, beide mit Sitz im brasilianischen Cristalina im Bundesstaat Goiás, abgeschlossen. Die Übernahme stärkt die Forschung und Entwicklung von CropScience im Bereich Soja und hilft dem Unternehmen, Sorten zu entwickeln, die auf die Anforderungen und Bedürfnisse der Sojaanbauer in Brasilien abgestimmt sind. Es wurden ein Kaufpreis von 37 Mio € sowie potenzielle Meilensteine in Höhe von bis zu 11 Mio € vereinbart. Der Kaufpreis entfiel im Wesentlichen auf handelsfähige Zuchtpflanzen, Zuchtmaterial und einen Geschäfts- oder Firmenwert.

Die Kaufpreisallokationen für die Teva Animal Health Inc. sowie für Wehrtec Ltda und Agricola Wehrmann Ltda sind derzeit noch nicht abgeschlossen, da die Erstellung und Prüfung der zugrunde liegenden finanziellen Informationen noch andauert. Änderungen in der Zuordnung des Kaufpreises auf die einzelnen Vermögenswerte und Schulden können sich daher noch ergeben.

Die genannten Transaktionen wirkten sich zum jeweiligen Erwerbszeitpunkt auf Vermögen und Schulden des Konzerns wie folgt aus und führten unter Berücksichtigung der übernommenen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente unter Einbeziehung von in Vorjahren getätigten Akquisitionen zu folgendem Mittelabfluss:

Erworbene Vermögenswerte und Schulden im 1. Quartal 2013[Tabelle 39]
  Beizulegende
Zeitwerte
  in Mio €
Geschäfts- oder Firmenwert 39
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 110
Sachanlagen 22
Sonstige langfristige Vermögenswerte 1
Vorräte 16
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 3
Aktive latente Steuern 12
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1
Sonstige Rückstellungen -1
Finanzverbindlichkeiten -1
Sonstige Verbindlichkeiten -4
Passive latente Steuern -42
Nettovermögen 156
Anteile anderer Gesellschafter
Veränderungen in den Anteilen anderer Gesellschafter
Nettokaufpreis 156
Übernommene Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -1
Verbindlichkeiten für zukünftige Zahlungen -33
Zahlungen für Akquisitionen aus Vorjahren 2
Nettoabfluss aus Akquisitionen 124

Ausgaben für Akquisitionen sowie für den Erwerb von zusätzlichen Anteilen an Tochterunternehmen im 1. Quartal 2012 in Höhe von 50 Mio € entfielen im Wesentlichen auf den Erwerb der restlichen Anteile in Höhe von 50 % am Systemhaus-Joint-Venture Baulé S.A.S., Frankreich.

Desinvestitionen

Im 1. Quartal 2013 wurden keine Desinvestitionen durchgeführt. Aus der im Mai 2009 vollzogenen Übertragung des hämatologischen Onkologieportfolios auf Genzyme Corp., USA, erhielten wir weitere umsatzabhängige Zahlungen in Höhe von 17 Mio € (Vorjahr: 27 Mio €).

Berichterstattung zu Finanzinstrumenten

Die nachfolgende Tabelle stellt die Buchwerte und die beizulegenden Zeitwerte der einzelnen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten für jede einzelne Kategorie von Finanzinstrumenten dar und leitet diese auf die entsprechenden Bilanzpositionen über. Da die Bilanzpositionen Sonstige Forderungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Sonstige Verbindlichkeiten sowohl Finanzinstrumente als auch nicht finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten (z. B. sonstige Steuerforderungen oder Vorauszahlungen für zukünftig zu erhaltene Leistungen) enthalten, dient die Spalte „Nicht finanzielle Vermögenswerte/Verbindlichkeiten“ einer entsprechenden Überleitung.

Buchwerte und beizulegende Zeitwerte der Finanzinstrumente[Tabelle 40]
  31.03.2013
 


Zu fortgeführten
Anschaffungskosten
bewertet


Zum beizu-
legenden
Zeitwert
bewertet
Nicht
finanzielle
Vermögens-
werte/
Verbindlich-
keiten















Buch-
wert in
der Bilanz
 









Buchwert 31.03.2013







Nachricht-
lich: beizu-
legender
Zeitwert


Auf Basis
öffentlich
notierter
Markt-
preise
Auf Basis
markt-
naher,
direkt ableit-
barer Werte

Auf Basis
indivi-
dueller
Bewer-
tungs-
parameter











Buchwert
 


Buchwert



Buchwert



Buchwert
  in Mio € in Mio € in Mio € in Mio € in Mio € in Mio € in Mio €
Forderungen aus
Lieferungen und
Leistungen
9.190         9.190
Ausleihungen
und Forderungen
9.190 9.186       9.190
             
Sonstige
finanzielle
Vermögenswerte
1.000   315 565 31   1.911
Ausleihungen
und Forderungen
864 864       864
Zur Veräußerung
verfügbare
finanzielle
Vermögenswerte

33


315

5



353
Bis zur End-
fälligkeit
zu haltende
Finanz-
investitionen
103 106       103
Derivate mit
bilanzieller
Sicherungs-
beziehung
      297   297
Derivate ohne
bilanzielle
Sicherungs-
beziehung
      263 31   294
             
Sonstige
Forderungen
630       1.312 1.942
Ausleihungen
und Forderungen
630 631       630
Nicht finanzielle
Vermögenswerte
        1.312 1.312
             
Zahlungsmittel und
Zahlungsmittel-
äquivalente
1.479         1.479
Ausleihungen
und Forderungen
1.479 1.479       1.479
             
Finanzielle
Vermögens-
werte gesamt
12.299   315 565 31   13.210
davon:
Ausleihungen
und Forderungen
12.163         12.163
             
Finanzverbind-
lichkeiten
9.143     409   9.552
Zu fortgeführten
Anschaffungs-
kosten bewertet
9.143 9.557       9.143
Derivate mit
bilanzieller
Sicherungs-
beziehung
      202   202
Derivate ohne
bilanzielle
Sicherungs-
beziehung
      207   207
             
Verbindlichkeiten
aus Liefe-
rungen und
Leistungen
3.803       58 3.861
Zu fortgeführten
Anschaffungs-
kosten bewertet
3.803 3.803       3.803
Nicht finanzielle
Verbindlichkeiten
        58 58
             
Sonstige
Verbindlichkeiten
746     88 22 968 1.824
Zu fortgeführten
Anschaffungs-
kosten bewertet
746 746       746
Derivate mit
bilanzieller
Sicherungs-
beziehung
      59   59
Derivate ohne
bilanzielle
Sicherungs-
beziehung
      29 22   51
Nicht finanzielle
Verbindlichkeiten
        968 968
             
Finanzielle
Verbindlichkeiten
gesamt
13.692     497 22   14.211
davon:
Zu fortgeführten
Anschaffungs-
kosten bewertet

13.692






13.692
davon:
Derivate mit
bilanzieller
Sicherungs-
beziehung




261



261
davon:
Derivate ohne
bilanzielle
Sicherungs-
beziehung




236

22


258

In Ausleihungen und Forderungen innerhalb der sonstigen finanziellen Vermögenswerte sowie in den Finanzverbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet wurden, sind auch Finanzierungs-Leasingforderungen bzw. Finanzierungs-Leasingverbindlichkeiten enthalten, bei denen Bayer der Leasinggeber bzw. Leasingnehmer ist und die folglich nach IAS 17 bewertet werden.

Der beizulegende Zeitwert von Forderungen, Ausleihungen, bis zur Endfälligkeit zu haltenden Finanzinvestitionen oder originären Verbindlichkeiten wird als Barwert der zukünftigen Zahlungsmittelzu- oder -abflüsse ermittelt. Die Abzinsung erfolgt unter Anwendung des zum Bilanzstichtag aktuellen laufzeitadäquaten Zinssatzes unter Berücksichtigung der Bonität des Kontrahenten. Sollte ein börsennotierter Preis vorhanden sein, wird dieser als beizulegender Zeitwert angesetzt.

Aufgrund der überwiegend kurzfristigen Laufzeiten für Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten weichen die Buchwerte am Bilanzstichtag nicht signifikant von den beizulegenden Zeitwerten ab.

Die auf Basis marktnaher, direkt ableitbarer Werte ermittelten beizulegenden Zeitwerte werden auf Basis von diskontierten Zahlungsströmen ermittelt, die auf am Markt ableitbaren Größen beruhen.

Die Entwicklung der auf individuellen Bewertungsparametern basierenden und zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten stellte sich per saldo wie folgt dar:

Entwicklung der auf individuellen Bewertungsparametern basierenden und
zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten finanziellen
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten (Saldo) [Tabelle 41]
  2013
  in Mio €
Buchwerte 01.01. 22
Ergebniswirksame Veränderungen -13
davon zum Bilanzstichtag gehaltene Vermögenswerte/Verbindlichkeiten -13
Ergebnisneutrale Veränderungen
Zugänge
Abgänge
Umgliederungen
Buchwerte 31.03. 9

In der Berichtsperiode fielen keine Veräußerungsergebnisse an. Ergebniswirksame Veränderungen wurden in den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen erfasst.

Die auf individuellen Bewertungsparametern basierenden und zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten beinhalten überwiegend eingebettete vom Basisvertrag separierungspflichtige Derivate, die unter Berücksichtigung der geplanten Absatz- oder Bezugsmenge der zugrunde liegenden Basisverträge sowie am Stichtag vorliegenden Marktdaten bewertet wurden.

Rechtliche Risiken

Hinsichtlich der Angaben zu den rechtlichen Risiken des Bayer-Konzerns verweisen wir auf die Darstellung im Bayer-Geschäftsbericht 2012. Der Bayer-Geschäftsbericht 2012 steht unter www.bayer.de kostenlos zum Herunterladen bereit. Seit diesem Geschäftsbericht hat es folgende wesentliche Veränderungen im Bereich der rechtlichen Risiken gegeben:

HealthCare

Produktbezogene Auseinandersetzungen

Yasmin™/YAZ™: Am 15. April 2013 waren in den USA ca. 10.200 Klagen anhängig und Bayer zugestellt. Darüber hinaus bestanden rund 1.340 außergerichtlich erhobene und noch offene Ansprüche. Die Gesamtzahl der gerichtlichen und außergerichtlichen Anspruchstellerinnen belief sich auf etwa 14.500 (nach Abzug bereits verglichener Fälle). Die Anspruchstellerinnen machen geltend, drospirenonhaltige orale Kontrazeptiva wie Yasmin™ und/oder YAZ™ bzw. Ocella™ und/oder Gianvi™, von Barr Laboratories Inc. in den USA vermarktete generische Versionen von Yasmin™ bzw. YAZ™, hätten bei Anwenderinnen zu Gesundheitsschäden geführt, in Einzelfällen auch mit Todesfolge.

Bis zum 15. April 2013 hat Bayer ohne Anerkennung einer Haftung Vergleiche mit etwa 5.700 Anspruchstellerinnen in den USA für insgesamt rund 1,18 Mrd US-Dollar vereinbart. Bayer hat lediglich Ansprüche in den USA wegen Erkrankungen infolge von venösen Blutgerinnseln wie tiefen Venenthrombosen oder Lungenembolien nach einer fortlaufenden fallspezifischen Analyse der medizinischen Unterlagen verglichen. Derartige Erkrankungen werden von ca. 2.900 Anspruchstellerinnen behauptet (nach Abzug bereits verglichener Fälle). Von Fall zu Fall wird Bayer weiterhin die Möglichkeit eines Vergleichs einzelner Rechtsstreitigkeiten in den USA in Betracht ziehen.

Etwa 9.000 der Anspruchstellerinnen in den anhängigen Gerichtsverfahren in den USA machen Schädigungen der Gallenblase geltend. Im März 2013 hat Bayer ohne Anerkennung einer Haftung und für einen Gesamtbetrag von maximal 24 Mio US-Dollar einem Vergleich der Gerichtsverfahren zugestimmt, in denen Klägerinnen Schädigungen der Gallenblase behaupten. Bayer kann den Vergleich widerrufen, wenn sich weniger als 90 Prozent der hierfür in Frage kommenden Klägerinnen für eine Teilnahme entscheiden.

Patentrechtliche Auseinandersetzungen

YAZ™: In den Patentverletzungsverfahren gegen Watson, Sandoz und Lupin hat das US-Berufungsgericht im April 2013 Patentansprüche von Bayer für unwirksam erklärt und die Entscheidung des US-Bundesgerichts aus dem letzten Jahr aufgehoben. Bayer hält die Entscheidung des US-Berufungsgerichts für falsch und wird weitere rechtliche Schritte prüfen.

Finacea™: Im März 2013 hat Bayer eine Patentverletzungsklage gegen Glenmark Generics Ltd. bei einem US-Bundesgericht eingereicht. Im Januar 2013 hatte Bayer eine Mitteilung von Glenmark erhalten, dass Glenmark ein ANDA-Zulassungsverfahren hinsichtlich einer generischen Version von Finacea™ in den Vereinigten Staaten eingeleitet hat. Finacea™ ist ein Gel von Bayer zur äußerlichen Anwendung.

Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Zu unseren Geschäftspartnern zählen Unternehmen, an denen wir beteiligt sind, sowie Unternehmen, die mit Mitgliedern des Aufsichtsrats der Bayer AG in Verbindung stehen. Geschäfte mit diesen Gesellschaften erfolgen zu marktüblichen Bedingungen. Die entsprechenden Umsätze sind aus Sicht des Bayer-Konzerns nicht von materieller Bedeutung. Der Bayer-Konzern war an keinen für uns oder uns nahe stehenden Unternehmen und Personen wesentlichen Transaktionen beteiligt, die in ihrer Art oder Beschaffenheit unüblich waren. Die mit nahe stehenden Unternehmen, die im Bayer-Konzernabschluss at-equity bewertet oder zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert sind, getätigten Transaktionen resultieren hauptsächlich aus Lieferungs- und Leistungsbeziehungen. Der Umfang dieser Transaktionen war jedoch aus Sicht des Bayer-Konzerns unwesentlich. Gleiches gilt auch für die finanziellen Forderungen bzw. Verbindlichkeiten, die gegenüber den nahe stehenden Unternehmen bestanden.

Leverkusen, 23. April 2013

Bayer Aktiengesellschaft

Der Vorstand

       
       
       
Dr. Marijn Dekkers      
       
       
       
Werner Baumann
Michael König Prof. Dr. Wolfgang Plischke Dr. Richard Pott
Letzte Änderung: 25. April 2013  Copyright © Bayer AG
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